Kinder – Spezialsprechstunde für Fettstoffwechselstörungen

Spezialsprechstunde für Fettstoffwechselstörungen bei Kindern und Jugendlichen
Freitags von 8 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung

Primär genetische Hyperlipidämien gehören zu den häufigsten angeborenen Stoffwechselstörungen. Schwere Formen einer primär genetischen oder sekundären Fettstoffwechselstörung sind ein wichtiger Risikofaktor für die frühzeitige Entwicklung einer Gefäßverkalkung. Verkalkungen der Gefäße führen im Verlauf zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen der Beine.

Schwere Formen von Hyperlipidämien sollten bereits im Kindes- und Jugendalter abgeklärt und behandelt werden, da schon im Kindesalter Gefäßschäden entstehen, deren Ausmaß mit der Höhe des LDL-Cholesterins verbunden ist.

Bei der familiären Hypercholesterinämie handelt es sich häufig um eine LDL-Rezeptor-Fehlfunktion, die einer der häufigsten genetisch bedingten Stoffwechselerkrankungen ist. In der heterozygoten Form zeigt sich die Erkrankung in einer Häufigkeit von 1:500 mit Gesamtcholesterinwerten meist über 300 mg/dl und des LDL-Cholesterins meist über 200 mg/dl. Die homozygote Form ist seltener (1:250.000 bis 1:1.000.000) und führt zu Gesamtcholesterinwerten von mehr als 600 mg/dl. Unbehandelt führt diese Stoffwechselstörung zu frühzeitige Gefäßschäden und stark erhöhtem Risiko für vorzeitige Herzinfarkte.

Andere genetische Störungen des Fettstoffwechsels sind seltener. Als unabhängiger Risikofaktor ist ein deutlich erhöhtes Lipoprotein (a) abzuklären. Erhöhungen der Blutfette im Rahmen anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel Nierenschwäche, sind häufig und erhöhen das Risiko für vorzeitige Gefäßschäden unabhängig und zusätzlich zur Grunderkrankung.

Die Entscheidung über den Einsatz und die Auswahl fettsenkender Therapiemaßnahmen unterscheiden sich zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Für Erwachsene liegen große kontrollierte Studien vor, die die Wirksamkeit der entsprechenden Maßnahmen untermauern. Im Kindes- und Jugendalter beruht die Therapieentscheidung auf dem individuellen Risiko. Bei betroffenen Kindern sollte beginnend ab dem Alter von 3 Jahren mit einer diätetischen Therapie begonnen werden, welche ab dem 7. – 8. Lebensjahr durch eine medikamentöse Therapie ergänzt wird.

Wir bieten Ihnen neben einer individuellen Diagnostik und Therapieempfehlung bei entsprechenden Hinweisen auf eine in der Familie vorliegenden, erbliche Form der Hyperlipidämie (frühe Erkrankungen der Gefäße, des Herzens oder Schlaganfälle bei Verwandten 1. oder 2. Grades vor dem 60. Lebensjahr) eine Familienuntersuchung mit genetischer Beratung und individueller Risikoberatung.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Vermeidung von Gefäßschäden in jedem Alter und somit in Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität Ihres Kindes.


Wir sind spezialisiert auf:

  • Kinder ab 3 Jahren und Jugendliche mit Fettstoffwechselstörungen

Spezielle Diagnostik:

  • Sonographie, Farb- und Duplexultraschall mit Flussmessung
  • Spezielle Labordiagnostik und Abklärung auffälliger Befunde im eigenen Präsenzlabor

Spezielle Therapie:

  • Ernährungsberatung und Begleitung
  • Schulungen von Patienten und aller an der Versorgung Beteiligten
  • Genetische Beratung bei Fettstoffwechselstörungen
  • Vorbereitung und Durchführung von Plasmapherese und Lipidapherese

Wir arbeiten eng mit Ihrem Haus- und Kinderarzt zusammen und koordinieren für Sie Ihre Behandlung in einem fachärztlichen Netzwerk aus Internisten, Kardiologen, Angiologen, Diabetologen und wenn notwendig den Kliniken in Ihrer Nähe.


So erreichen Sie uns:
Am St. Josefs-Krankenhaus steht eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung. Wir sind mit der Straßenbahn (TRAM 91 über Potsdam Hbf.), dem Bus (631), ab Potsdam Hauptbahnhof, und dem Linientaxi (LT 610), jeweils Haltestelle Luisenplatz Süd/Park Sanssouci, erreichbar.

Link zum ÖPNV

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